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TEILERNEUERUNG DER ECHELSBACHER BRÜCKE

Preisträger beim Planungswettbewerb

Die Ingenieurbüro Grassl GmbH hat in Arbeitsgemeinschaft mit dem Reinhart + Partner Architekten und Stadtplaner sowie Dr. H.M. Schober Gesellschaft für Landschaftsarchitektur beim einphasigen Planungswettbewerb den 2. Platz belegt.

Die im Jahre 1929 fertiggestellte Echelsbacher Brücke im Landkreis Weilheim-Schongau in Oberbayern ist neben ihrer Funktion auf Verkehrsbauwerk eine beliebt und vielbesuchte Sehenswürdigkeit im Ammertal. Der bauliche Zustand der Brücke macht einen Ersatzneubau erforderlich, bei dem aus Natur- und Denkmalschutzgründen der historische Brückenbogen zwingend zu erhalten ist.

Das Tragwerk in Stahlbetonverbundbauweise wird als einfaches Sprengwerk mit einem durchlaufenden Hohlkasten und nur zwei Druckstreben vorgeschlagen. Dadurch entsteht ein in Längs- und Querrichtung sehr schlankes und minimiertes Bauwerk, das vollständig vom Bestand abgelöst über dem Bestandsbogen liegt und kaum neue Elemente in den Talraum einbringt. Auch mit Erhalt des Bestandsbogens ist die optische und geometrische Durchlässigkeit der Brücke in Tallängsrichtung und in Brückenlängsrichtung wesentlich höher als bei der alten Brücke.

Bestand und Neubau sind klar voneinander unterscheidbar und ergeben gemeinsam auch ein räumlich und geometrisch sehr plausibles Gesamtbild.

Beidseitig der Fahrbahn sind je 3m breite Geh- und Radwege angeordnet, die durch Leiteinrichtungen von der Fahrbahn getrennt sind.

An beiden Widerlagern ist je eine beidseitige Treppenanlage mit Aussichtskanzel unter der Brücke vorgesehen. Diese erlauben eine höhenfreie Querung der Fahrbahn für Fußgänger und auf beiden Brückenseiten einen beeindruckenden und wettergeschützten Ausblick auf die Ammerschlucht.

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