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Kosten Carolabrücke

Mehr als 30% unter dem Budgetrahmen

Wie kann ein Brückenentwurf für die neue Carolabrücke Dresden deutlich günstiger sein als die vorgegebene Baukostenobergrenze – ohne Kompromisse bei Qualität, Sicherheit oder Gestaltung einzugehen?

Diese Frage beschäftigt derzeit viele Bürger*innen und wird auch im Rahmen des Wettbewerbs um den Neubau der Carolabrücke Dresden immer wieder gestellt. Unser Planungsteam – GRASSL mit gmp Architekten – hat einen Entwurf entwickelt, der mehr als 30 Prozent unter der vorgegebenen Baukostenobergrenze liegt.

Doch wie entsteht dieser Preis? Wurde an Material gespart? Sind die Kosten realistisch kalkuliert? Die Antwort lautet eindeutig: Ja, die Kosten sind realistisch – und sie beruhen auf einer konsequent wirtschaftlichen Planung sowie aktuellen Marktpreisen.

 

Transparenz statt Spekulation:

Bei Infrastrukturprojekten wird häufig über die Gesamtsumme gesprochen. Tatsächlich lohnt sich jedoch ein Blick auf die einzelnen Kostenbestandteile. Unser Entwurf für die Carolabrücke Dresden liegt bei rund 65 Prozent der vorgegebenen Baukostenobergrenze. Dabei zeigt die Kostenstruktur deutlich, wo das Geld tatsächlich investiert wird.

85 Prozent der Baukosten fließen direkt in die Brücke  Von den gesamten Baukosten entfallen 85 Prozent auf das eigentliche Ingenieurbauwerk. Dazu gehören insbesondere

  • das Tragwerk,
  • die Brückenkonstruktion,
  • die Stützwände,
  • die Gründung
  • sowie alle konstruktiven Bauteile der Brücke.

Die übrigen 15 Prozent verteilen sich auf weitere Gewerke wie

  • Verkehrsanlagen,
  • Schienenanlagen,
  • Versorgungsanlagen,
  • Beleuchtung,
  • Freianlagen
  • und weitere technische Einrichtungen.

Das bedeutet: Wer wirtschaftlich bauen möchte, muss vor allem das Tragwerk wirtschaftlich planen. Genau dort setzt unser Entwurf an.

 

Baustahl und Beton bestimmen die Kosten der Carolabrücke

Noch deutlicher wird die Kostenstruktur innerhalb des eigentlichen Ingenieurbauwerks. Hier entfallen 64 Prozent auf Baustahl und 25 Prozent auf Beton und Betonstahl. Damit machen allein diese beiden Positionen fast 90 Prozent der eigentlichen Brückenkosten aus. Anders ausgedrückt: Wer Material effizient einsetzt und realistische Marktpreise kalkuliert, beeinflusst den größten Teil der gesamten Baukosten.

Unsere Kalkulation basiert auf aktuellen Infrastrukturprojekten

Die Preisansätze für Baustahl und Betonstahl wurden nicht frei geschätzt, sondern auf Grundlage der gewählten Konstruktion ermittelt und anhand vergleichbarer Stahlverbundbrücken verifiziert.

Die Einheitspreise für Baustahl und Betonstahl bestätigen unserer Kalkulation. Unsere Kostenberechnung ist durch reale Marktpreisen verifiziert, wie sie derzeit bei vergleichbaren Großprojekten Anwendung finden.

 

Wirtschaftlichkeit entsteht durch hochwertige Ingenieurplanung

Die eigentliche Einsparung basiert auf einer intelligenten Auslegung des Tragwerks und seiner konstruktiven Auslegung. Bei der Entwicklung unseres Entwurfs wurde jedes Bauteil unter folgenden Gesichtspunkten optimiert:

  • Kann Material eingespart werden?
  • Lässt sich das Bauteil einfacher herstellen?
  • Wie kann ein maximaler Vorfertigungsgrad erreicht werden
  • Lässt sich vollständig vorgefertigte Bauteil auch auf der Straße transportieren?
  • Kann die Montage beschleunigt werden?
  • Ist die Montage mit gängigen Geräten möglich?
  • Kann auf eine Vormontage auf der Baustelle verzichtet werden?
  • Kann auf Quertragglieder aus Stahl verzichtet werden?
  • Lassen sich Wartungsaufwand und Lebenszykluskosten reduzieren?

Das Ergebnis ist eine Brücke, die konstruktiv effizient funktioniert und gleichzeitig alle Anforderungen an Sicherheit, Dauerhaftigkeit, Gestaltung und eine harmonische und zurückhaltende Einbindung in die einzigartige Dresdner Altstadt, Altstadtbrückenfamilie und Elblandschaft erfüllt.

Unser Ziel war nie, möglichst spektakuläre Konstruktionen zu entwickeln. Unser Ziel war eine Brücke, die städtebaulich, archtektonisch und ingenieurtechnisch überzeugt sowie schnell und wirtschaftlich verantwortungsvoll umgesetzt werden kann. Kurzum eine Brücke zu entwerfen, die alle von der Stadt Dresden ausgelobten Kriterien und damit auch alle Kriterien der ganzheitlichen Nachhaltigkeit vollumfänglich erfüllt.

 

Vorfertigung reduziert Bauzeit und Baukosten

Ein wesentlicher Grund für die Wirtschaftlichkeit unseres Entwurfs ist der hohe Vorfertigungsgrad. Viele Bauteile der Carolabrücke Dresden werden bereits im Werk gefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Diese Bauweise bietet zahlreiche Vorteile.

  • Kürzere Bauzeit Da viele Arbeiten parallel erfolgen können, verkürzt sich die eigentliche Bauzeit erheblich.
  • Höhere Qualität Die Fertigung unter kontrollierten Werkbedingungen sorgt für eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität.
  • Weniger Risiken Witterungseinflüsse und Baustellenunterbrechungen wirken sich deutlich geringer aus.

 

Geringere Kosten

Kürzere Bauzeiten bedeuten geringere Baustellengemeinkosten, weniger Verkehrsbehinderungen und einen effizienteren Einsatz öffentlicher Mittel. Die Eingriffe auf den geschützten Naturraum werden minimiert. Die Beeinträchtigungen der Bürger*innen durch die Bautätigkeit vor Ort wird auf ein Minimum begrenzt. Sparsamkeit bedeutet nicht Verzicht Ein wirtschaftlicher Brückenentwurf ist nicht automatisch ein einfacher oder minderwertiger Entwurf. Im Gegenteil. Unser Konzept verbindet

  • eine langlebige Konstruktion,
  • hochwertige Materialien,
  • eine klare architektonische Gestaltung,
  • eine hohe Aufenthaltsqualität,
  • moderne Ingenieurtechnik
  • und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.

 

Wir verzichten bewusst auf unnötig komplexe Sonderkonstruktionen und Verschleißteile, wie z.B. Brückenlager die Herstellung, Montage und spätere Unterhaltung verteuern würden. Stattdessen setzen wir auf bewährte Bauweisen, modulare Elemente und eine Konstruktion semi-integraler Bauweise, die langfristig wirtschaftlich betrieben werden kann. Verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln Der Neubau der Carolabrücke Dresden ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Landeshauptstadt. Umso wichtiger ist ein transparenter Umgang mit öffentlichen Geldern. Jeder Euro, der durch intelligente Planung eingespart werden kann, steht an anderer Stelle für Schulen, Kindergärten, Straßen oder weitere Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zum Entwurf gibt's hier: www.carolabruecke-dresden.com