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So könnte die neue Carolabrücke in Dresden aussehen

Unser Entwurf für den Wiederaufbau der Carolabrücke

Diese Woche stellte unser Planungsteam dem Begleitgremium der Landeshauptstadt Dresden den Entwurf für die neue Carolabrücke vor – ein zeitgemäßer Brückenentwurf zwischen Baukultur und Zukunftsfähigkeit.

Gemeinsam mit drei weiteren Planungsteams befinden wir uns derzeit in der Wettbewerbsphase in Stufe 1, der Mehrfachbeauftragung zur Grundlagenermittlung und Vorplanung.

Ein wichtiger Bestandteil der weiteren Planung war die Einbindung der Erkenntnisse aus dem öffentlichen Dialogforum. Die dort gesammelten Hinweise und Anregungen flossen gezielt in die Weiterentwicklung des Entwurfs ein.

GRASSL mit gmp: Perspektive von der Albertbrücke auf die neue Carolabrücke
Entwurf: GRASSL mit gmp Architekten

Zeitgenössische Interpretation der Dresdner Brückenfamilie

Der Entwurf versteht sich als zeitgenössischer Beitrag zur Dresdner Brückenfamilie. Leitmotiv ist die Bogenbrücke als prägende Grundfigur, die sich sensibel in den Stadtraum und die Elblandschaft einfügt und gleichzeitig die Sicht auf die Dresdner Altstadt bewahrt. Gestalterisch und konstruktiv greift das Konzept die erste Carolabrücke auf und übersetzt deren sechs längsorientierte Bogenebenen in eine innovative semi-integrale Konstruktion. Die klare, zurückhaltende Formensprache schafft eine ruhige Gliederung der Querung und fügt sich harmonisch in das historische Umfeld ein.

Die besondere Leichtigkeit des Bauwerks entsteht durch eine konsequent transparente Konstruktion. Öffnungen über den Pfeilern – sogenannte „Brückenaugen“ – lassen Stadtraum und Landschaft durch die Brücke hindurchscheinen und machen das Bauwerk als luftige, permeable Struktur erlebbar. Die filigrane Bogenstruktur schafft vielfältige Blickbeziehungen zu Elbwiesen, Elbufer sowie Alt- und Neustadt und stärkt die Verbindung zwischen Infrastruktur und Stadtraum.

Die neue Carolabrücke versteht sich nicht nur als Querung, sondern als öffentlicher Stadtraum. Integrierte Stadtbalkone erweitern das Tragwerk um bewusst gesetzte Aufenthaltsorte mit Blicken auf Elbe, Altstadt und Neustadt. So entstehen neue Orte für Begegnung, Aufenthalt und urbanes Erleben im Herzen Dresdens.

 

Alle Informationen, Visualisierungen und das Erklärvideo finden Sie auf unserer Projektwebsite:

→ carolabruecke-dresden.com

GRASSL mit gmp: Stadtbalkon der neuen Carolabrücke
Entwurf: GRASSL mit gmp Architekten

Kurze Bauzeit und wirtschaftliche Planung

Der Entwurf überzeugt durch eine klare und robuste Grundidee mit hoher Flexibilität. Das innovative semi-integrale Stahltragwerk mit vier Haupttraggliedern und hohem Vorfertigungsgrad ermöglicht eine kompakte Bauweise, vergleichsweise kurze Bauzeiten und wirtschaftliche Abläufe. Gerade die abschnittsweise Herstellung erlaubt eine schnelle Wiederherstellung wichtiger Verkehrs- und Infrastrukturfunktionen für Straßenbahn, Busse, Individualverkehr sowie Geh- und Radwege. So verbindet der Entwurf technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit zu einem leistungsstarken und anpassungsfähigen Gesamtkonzept.

Grassl Entwurf: Brückenuntersicht der Carolabrücke von der Altstadt Seite
Entwurf: GRASSL mit gmp Architekten

Unser Dank gilt der Landeshauptstadt Dresden, den Mitgliedern des Begleitgremiums und den Bürger*innen für die wertvollen Impulse aus dem Dialogforum sowie unserem interdisziplinären Planungsteam aus gmp Architekten, Jordi Keller Pellnitz Architekten und Vössing Ingenieurgesellschaft mbH für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.