Ausbau der A1, inklusive Rheinbrücke Leverkusen

Maßstab statt Mahnmal

Menschen verbinden

Ihr Ruf könnte schlechter kaum sein – marode, überfrequentiert, schadstoffbelastet. Zu Recht löst der Name A1 Rheinbrücke Leverkusen Sorgenfalten aus: Politiker nennen sie ein "Mahnmal für den katastrophalen Zustand der dt. Infrastruktur", LKW-Fahrer beklagen zeitaufwendige und kostspielige Umleitungen und Anwohner ängstigen giftige Altlasten. Es gibt Rahmenbedingungen, die sich negativ kumulieren. Eine neue Verbindung über den Rhein muss schnell her. Die „Genehmigungsfähigkeit" der Lösung ist deshalb der Schlüssel.

Wege bereiten

GRASSL wird als Gesamtplaner beauftragt. Hier laufen alle Fäden zusammen. Interdisziplinäre Anforde-rungen – Verkehrsanlage, Machbarkeitsstudien, Baugrund, Emissionsschutz, Hydraulik, Aerodynamik usw.– bewältigt das Planungsteam in Rekordzeit. Genau wie den Entwurf. Nach nur zweijähriger Planungszeit wird die Planfeststellungsunterlage für den gesamten Ausbauabschnitt eingereicht. Der Baube-ginn kann, trotz Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht, vier Jahre später offiziell beginnen.

Baukultur schaffen

Zwillingsbrücken stellen eine gestalterische Herausforderung dar. Damit von den symmetrischen Bauwerken Ensemblewirkung ausgeht, neigen sich die A-Pylone leicht nach innen, berühren sich am Scheitelkopf gleichfalls schräg. Trotz vieler Tragelemente hintereinander entsteht so eine großartige Ansicht. Das gewählte Tragsystem setzt Maßstäbe hinsichtlich Materialeinsatz. Im Ergebnis fügt sich die A1 Rheinbrücke Leverkusen nun transparent und schlank in das landschaftlich-städtebauliche Umfeld ein.

Fertigstellung

2027

Auftraggeber

Die Autobahn GmbH des Bundes

Architekt

Visualisierung: Firmhofer und Günther Architekten

Standort

Leverkusen

Bauherr

Bundesrepublik Deutschland

Maßnahme

Ersatzneubau

Beschreibung

Bauwerke:

  • Rheinbrücke Leverkusen, Strombrücke: zwei 6-streifige Schrägseilbrücken, Gesamtlänge 688,7m, Brückenfläche 46.349 m²
  • Vorlandbrücken: Spannbetonhohlkastenbrücken, Gesamtlänge je Überbau 1.064m, Brückenfläche 65.174m²
  • Überführung Spoerkelhof und KVB: zwei plattenartige Tragwerke in Verbundbauweise, maximale Länge 39m Gesamtbrückenfläche 2.078m²
  • Hochstraße A, Richtungsfahrbahn Trier: Hohlkastenbrücke in Verbundbauweise, Gesamtlänge 500 m, Brückenfläche 14.510m²
  • Hochstraße A, Richtungsfahrbahn Dortmund: Hohlkastenbrücke in Verbundbauweise, Gesamtlänge 431 m, Brückenfläche 9.850m²
  • AK Leverkusen West, Ast von Dortmund: Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 442m, Brückenfläche 5.943m
  • AK Leverkusen West, Ast nach Dortmund: Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 742m, Brückenfläche 10.428m²
  • AK Leverkusen West, Ast von Trier: Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 398m, Brückenfläche 6.265m²
  • AK Leverkusen West, Ast nach Leverkusen: Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 374,6m, Brückenfläche 4.975m²
  • AK Leverkusen West, Ast von Düsseldorf: Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 141m, Brückenfläche 1.900m²
  • AS Niehl-Industriestraße: zwei Hohlkastenbrücken in Verbundbauweise, Gesamtlänge 70m, Bauwerksfläche 2.800m²
  • 4 Stützbauwerke
  • 17 Lärmschutzwände an der Strecke
  • 13 Lärmschutzwände auf den Bauwerken
  • 5 Regenrückhaltebecken
  • 5 Verkehrszeichenbrücken
  • 1 Dichtwand

Leistungen

Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektplanung Verkehrsanlage, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination in der Planungsphase, statische Nachrechnung, Visualisierung, Machbarkeitsstudie, Anwendung der BIM-Methode

Gesamtmaßnahme Rechtsrheinische Bauwerke
Hochstraße A, K31, K32 und K33/34
K35
K31
K33/34

Aktuelle Meldungen zum Projekt

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