Okavango River Bridge

Zähne zeigen für den Arterhalt

Menschen verbinden

Der afrikanische Fluss Okavango entspringt auf dem Hochland von Bié im Zentrum von Angola. Von dort fließt er in das wüstenhafte Landesinnere Botsuanas und mündet schließlich in ein inländisches Delta. Dieses bildet die Grundlage für den einmaligen Artenreichtum von Flora und Fauna, der Touristen aus aller Welt anzieht. Um die Erschließung des nordöstlichen Teils des Deltas zu erleichtern wird entschieden, die bestehende Fährverbindung durch eine feste Brückenverbindung als Schrägseilbrücke zu ersetzen.

Wege bereiten

Am Ort der Brückenquerung ist das feste Flussbett des Okavango etwa 120 m breit. Beidseits schließen sich breite Überflutungsgebiete an, die durch das alljährliche Hochwasser teilweise meterhoch überflutet werden. Vorlandbrücken beidseits der Strombrücke sorgen dafür, dass diese natürlichen Retentionsflächen uneingeschränkt erhalten bleiben. A-Pylone in Form aufragender Stoßzähne bilden eine Art Tor zum Okavango-Delta. Zusätzlich symbolisieren sie, dass das Land Botswana die größte Elefantenpopulation in Afrika besitzt.

Baukultur schaffen

Die Bauausführung erfolgt vor Ort seit dem Jahre 2018. Das Bauwerk leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung und Entwicklung der Infrastruktur des Okavango-Deltas. Mit der Fertigstellung des Bauwerks wird den Menschen, die östlich des Flusses leben eine Querungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt, die unabhängig von Wasserständen und Fähr-Betriebszeiten einen Zugang zur nahegelegenen Stadt Mohembo und damit z.B. zu medizinischer Versorgung ermöglicht.

Fertigstellung

2021

Auftraggeber

CPP Botswana (Pty) Ltd

Bauwerksart

Straßenbrücke

Bauweise

Freivorbau

Baustoff Überbau

Stahl, Stahlbeton, Stahlverbund

Gesamtlänge

488,70 m

Standort

Mohembo, Botswana

Bauherr

Roads Department Botswana

Maßnahme

Neubau

Tragwerksart

Schrägseilbrücke

Stützweiten

44,35 m + 100,00 m + 200,00 m + 100,00 m + 44,35

Konstruktionsbreite

12,40 m

Beschreibung

Stahlverbund-Überbau, zwei begehbare Stahlpylone, konisch zulaufend (d = 3,00 m - 1,10 m), Seile als Parallellitzenbündel Gesamtlänge inkl. Vorlandbrücken: 1161 m Bauwerksfläche inkl. Vorlandbrücken: 13.816 m²

Leistungen

Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, statisch konstruktive Prüfung: Dipl.-Ing. Holger Cordes, Fertigungs- und Güteüberwachung der Schweiß- und Korrosionsschutzarbeiten im Werk, Visualisierung
Kostenstudie

Visualisierung

Aktuelle Meldungen zum Projekt

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Arbeiten schreiten voran …

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